Hauterkrankung und Uni-Studium – Fünf Tipps, wie man das gut schafft!

Lernendes Paar

 

Der Beginn eines Studiums ist geprägt von spannender Vorfreude, Erwartungen und ... manchmal auch von einer zentnerschweren Last. Voller Stundenplan, neue Leute, Wohnen in einer fremden Stadt ... das kann einen ganz schön einschüchtern, auch wenn man gut vorbereitet ist. Aber es geht noch schlimmer – neu an der Uni mit einer chronischen Hautkrankheit! Es kommt einem vor, als hätte sich der Stundenplan auf einmal verdoppelt. Und ganz ehrlich: Auch wer noch so gern lernt, schreit nicht unbedingt nach dem doppelten Arbeitspensum!

Ganz wichtig: Vergessen Sie nie, dass Sie Ihre Hauterkrankung in den Griff bekommen können. Ihre Studienzeit muss keineswegs davon überschattet sein.

Hier sind unsere fünf Tipps für den Umgang mit Stress und schwierigen Gesprächen, die sich an der Universität leicht ergeben können, wenn man an einer Hautkrankheit leidet:

Beziehen Sie Ihre neuen Freunde mit ein, wenn Sie sich damit wohler fühlen

Im Studium schließt man schnell Freundschaften. Allein durch die gemeinsam mit anderen Studenten verbrachte Zeit entwickeln sich oft tiefere Freundschaften. Aber wenn man neue Leute kennenlernt und an einer Hautkrankheit leidet, fühlt man sich manchmal so, als wäre ein Elefant im Zimmer (auf den natürlich alle starren!). Wenn Sie glauben, dass der Zeitpunkt richtig ist, könnten Sie überlegen, ob Sie diesen „Elefanten“ nicht einfach thematisieren. Wenn Sie es offen ansprechen, Ihre eigene belastende Situation erklären und Ihren Freunden bei Fragen zusätzliche Informationen bieten, kann Ihnen das eine ganz neue Welt mit viel Hilfe und Unterstützung eröffnen.1 Aber denken Sie immer daran: Sie müssen es nicht ansprechen. Über dieses heikle Thema zu sprechen, ist eine sehr persönliche Entscheidung, die ganz allein darauf basieren sollte, wie wohl Sie sich mit einem offenen Umgang fühlen. Wenn sie zu einem bestimmten Thema Rat brauchen, verlassen sich viele Menschen auf ihre Freunde – und auf niemand sonst! Nutzen Sie Ihr Unterstützungsnetzwerk an der Uni so, dass Ihre Studienzeit dadurch besser verläuft.

Nicht vergessen: Ihre vertrauten alten Freunde sind für Sie da!

Ganz gleich, wie viele neue Freunde Sie an der Uni kennenlernen, Sie haben sicher schon großartige Unterstützung durch Freunde und Familie zu Hause. Daran sollten Sie immer denken! An der Uni ist ziemlich viel los. Da kann man den wöchentlichen Anruf bei den Eltern oder das mit einem Freund aus der Schulzeit vereinbarte Telefonat schon mal vergessen. Denken Sie trotz aller neuen Eindrücke aber stets daran, dass diese Menschen Sie am besten kennen und schon jahrelang unterstützt haben. Wenn Sie mal ein bisschen gestresster sind oder einen schlechten Tag haben, dann haben Ihre alten Freunde dafür meist mehr Verständnis als viele andere.

Sie sind nicht allein – sondern Teil einer größeren Gemeinschaft

Wussten Sie, das circa 2 Prozent der Weltbevölkerung an Psoriasis leiden und bis zu 1 % an chronischer Urtikaria?2, 3, 4, 5 Es gibt außer Ihnen noch Millionen anderer Menschen, die sich mit genau denselben Schwierigkeiten herumschlagen. Wie schlimm oder stressig es sich auch im jeweiligen Moment anfühlen mag, es kann hilfreich sein, sich immer zu vergegenwärtigen, dass Sie Teil einer Gemeinschaft von Menschen sind, an die Sie sich auch wenden können, wenn Sie mehr Unterstützung benötigen. Das Internet bietet sich an, um mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen.

Denken Sie immer an die Motivation für Ihr Studium

Sie sind an der Universität! Vielleicht hat Ihre Uni eine hervorragende naturwissenschaftliche Fakultät oder eine renommierte Theatergruppe. Was immer ausschlaggebend für Sie war, um bestimmte Kurse zu belegen: Es kann helfen, sich wieder darauf zu besinnen und die ganze Konzentration auf diese Motivation richten. Und dann ziehen Sie los und machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Das Studium ist eine wirklich tolle Zeit und unvergessliche Zeit im Leben. Wenn Sie sich das immer wieder vor Augen halten, wird es Ihnen dabei helfen, besser mit Ihrer Hautkrankheit zurechtzukommen. Machen Sie eine Liste aller coolen Dinge, die Ihre Uni zu bieten hat. Und wenn Sie mal einen kursfreien Tag haben, machen Sie sich auf, und sehen sich einen der Punkte auf Ihrer Liste an (und haken ihn ab)! So erhalten Sie vielleicht auch eine ganz neue Perspektive und plötzlich wird aus einem schlechten Tag ein guter.

Seien Sie zuversichtlich und vor allem – haben Sie Spaß!

Unabhängig davon, ob bei Ihnen Symptome Ihrer Hautkrankheit auftreten oder nicht, sollten Sie nie vergessen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat und sich nicht alles nur um diese Symptome drehen muss. Betrachten Sie mit Stolz Ihren bisherigen Weg, der Sie schließlich an die Universität gebracht hat, freuen Sie sich auf alle Erfahrungen, die vor Ihnen liegen, und genießen Sie die Freiheit, ein wenig Spaß zu haben. Treten Sie Sportvereinen oder Debattierclubs bei, gehen Sie mit Ihren Studienkollegen etwas trinken. Manchmal müssen Sie sich vielleicht nur etwas ablenken. Wenn sich Ihre Probleme mal wieder in den Vordergrund drängen, scheinen Sie in Gesellschaft netter Leute gleich weniger schlimm.

Ein Studium an einer Universität anzufangen bedeutet zweifellos Stress. Aber mit kluger Planung lässt sich das alles managen. Das gilt auch dann, wenn Sie eine Hauterkrankung haben. Nutzen Sie einfach ein paar der oben genannten Tipps. So können Sie es schaffen, dass diese wunderbare Zeit Ihres Lebens nicht durch Ihre Hautkrankheit beeinträchtigt wird. Sie haben weitere Tipps und Tricks, die Sie anderen mitteilen möchten? Dann schreiben Sie uns!

Referenzen

  1. Psoriasis and Relationships (Life with psoriasis: Relationships)
    https://www.psoriasis.org/life-with-psoriasis/relationships
    aufgerufen: 26.02.2016.
  2. Nestle FO et al. N Engl J Med 2009; 361(5):496-509.Brezinski EA, Armstrong AW. PLoS ONE 7(4):e33486.
  3. Brezinski EA, Armstrong AW. PLoS ONE 7(4):e33486.
    http://www.skintolivein.com/psoriasis/psoriasis-who-is-affected
    aufgerufen: 26.02.2016.
  4. Maurer M et al. Allergy 2011; 66:317-30.
  5. Zuberbier T, Maurer M. Acta Derm Venereol 2007; 87(3):196-205.

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