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  1. Ich habe oder hatte juckende Quaddeln und/oder Hautschwellungen



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  2. Sie haben mit großer Wahrscheinlichkeit keine Urtikaria.

  3. Sie haben mit großer Wahrscheinlichkeit eine Chronische Spontane Urtikaria.

    Bei der Chronischen Spontanen Urtikaria erscheinen die Quaddeln spontan, bestehen über einen Zeitraum länger als sechs Wochen und können auch nach dem Abklingen plötzlich wieder auftreten. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen, bei denen Quaddeln vorliegen, gibt es bei der chronisch spontanen Urtikaria keinen auslösenden Reiz – Urtikaria ist keine Allergie. Die Krankheit tritt willkürlich auf und die Patienten können auch nichts tun, um die sogenannten Schübe zu vermeiden. Daher ist die Hauterkrankung nicht nur an Tagen mit einem Urtikaria-Schub emotional belastend.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  4. Sie haben mit großer Wahrscheinlichkeit eine Akute Spontane Urtikaria.

    Bei einer Akuten Spontanen Urtikaria kommt es einmalig für wenige Tage oder Wochen zu den unverwechselbaren Krankheitszeichen und Beschwerden einer Nesselsucht, also einem stark juckenden Hautausschlag, der manchmal mit schmerzhaften Hautschwellungen einhergeht.

    Die Akute Spontane Urtikaria entsteht meist innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen und nimmt langsam wieder ab. In manchen Fällen bleiben die Auslöser und Ursachen unklar. Häufig lässt sich jedoch genau sagen, welcher Umstand die Beschwerden ausgelöst hat, zum Beispiel die Einnahme einer Schmerztablette oder eines anderen Medikamentes (auch solche, die zuvor gut vertragen wurden). Die meisten Fälle (>90 %) einer Akuten Urtikaria dauern nur wenige Wochen an und lassen sich in dieser Zeit gut kontrollieren. Entscheidend ist es, mögliche Komplikationen (Luftnot, Schluckbeschwerden) zu erkennen und zu behandeln und mögliche Auslöser, soweit diese bekannt sind, in Zukunft zu meiden.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  5. Sie haben mit großer Wahrscheinlichkeit eine Urtikaria Factitia.

    Die Urticaria Factitia gehört zu den physikalischen Formen der Urtikaria. Der auslösende Reiz ist das Einwirken von Scherkräften auf die Haut, wie sie z. B. beim Reiben, Kratzen oder Scheuern der Haut entstehen. Factitia ist aus dem lateinischen "facere" abgeleitet, was "machen" bedeutet. Die Urticaria Factitia ist also eine "gemachte Urtikaria".

    Wie bei anderen Formen der Urtikaria sind die Leitsymptome der Urticaria Factitia flüchtige Quaddeln, Rötungen und Juckreiz. Seltener werden auch Kribbeln, Beißen und Wärmeempfindung beschrieben. Bei der Urticaria Factitia entstehen die Hauterscheinungen niemals spontan, sondern ausschließlich an Hautstellen, an denen Scherkräfte einwirken: Stellen also, an denen enge Kleidung auf der Haut gerieben hat oder an denen gekratzt wurde. Die Stärke der zur Auslösung notwendigen Scherkräfte variiert beträchtlich. Bei manchen Patienten reicht schon ein leichtes Streichen, bei anderen bedarf es eines starken Kratzens, um die Hautveränderungen auszulösen.

    Die Quaddeln der Urticaria Factitia entstehen innerhalb von nur 5 Minuten und können bis zu mehreren Stunden andauern.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  6. Sie haben wahrscheinlich eine Kälteurtikaria.

    Die Kälteurtikaria eine der häufigeren Formen der Physikalischen Urtikaria und in den meisten Fällen erworben, das heißt, sie entwickelt sich im Laufe des Lebens. Wie der Name schon sagt, ist Kälte der Auslöser für die Hauterscheinungen. Typisch ist also, dass es nur nach einem Kontakt mit Kälte, z.B. kalter Luft oder kaltem Wasser, zu urtikariellen Beschwerden kommt.

    Wie alle Urtikariaformen äußert sich die Kälteurtikaria in häufig stark juckenden Haut- und/oder Schleimhautveränderungen, mit meist zentral blassen Quaddeln von unterschiedlicher Größe und Anordnung, die aussehen, als ob man in eine Brennnessel gegriffen hätte. Die Quaddel ist eine Flüssigkeitsansammlung in der Haut und kommt durch eine Erweiterung der Hautgefäße bei Erhöhung ihrer Wanddurchlässigkeit zustande.

    Ursache für diese Reaktion ist eine Ausschüttung von verschiedenen Entzündungsstoffen, vor allem von Histamin aus den Mastzellen. Die Hauterscheinungen treten dort auf, wo die Kälte einwirkt, deswegen sind meist die unbekleideten Körperregionen wie Hände und Gesicht betroffen. Dabei gibt es keine für alle Patienten geltende absolute Schwellentemperatur oder -zeit. Die auslösende Form der Kälte (ob Luft, Wasser, kalte Gegenstände, kalte Getränke oder Mahlzeiten, Körpertemperatur, verdunstender Schweiß) ist individuell sehr verschieden. Viele Patienten berichten, dass neben der absoluten Temperatur auch ein rascher Temperaturwechsel (Warm-Kalt-Übergang) für das Auftreten von Quaddeln entscheidend ist. Für die meisten Fälle gilt jedoch, dass beim Unterschreiten einer bestimmten Umgebungstemperatur Quaddeln auftreten, entweder sofort danach oder bei der Wiederaufwärmung nach dem Kältekontakt.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  7. Es liegt wahrscheinlich eine Lichturtikaria vor.

    Bei der Lichturtikaria entstehen die für die Urtikaria typischen Quaddeln und der Juckreiz nach Einwirkung von Licht, insbesondere Sonnenlicht. Die Lichturtikaria ist deshalb im allgemeinen Sprachgebrauch auch unter dem Namen "Sonnenallergie" bekannt.

    Typischerweise beginnt eine Lichturtikaria sehr plötzlich im Frühjahr oder Sommer. Wenige Sekunden bis Minuten nach Lichteinwirkung (UVA, UVB oder sichtbares Licht) entstehen auf der Haut, die dem Licht ausgesetzt war, juckende Quaddeln. In seltenen Fällen entstehen die Quaddeln aber auch erst einige Stunden nach Sonnenbestrahlung. Die komplett lichtgeschützte Haut bleibt in aller Regel erscheinungsfrei. Leichte Kleidung jedoch hält UVA-Strahlen und sichtbares Licht oft nicht vollständig ab, so dass es vorkommen kann, dass die Lichturtikaria auch an "bedeckten" Körperstellen auftritt.

    Wird die Sonneneinstrahlung beendet, verschwinden die Beschwerden innerhalb von 24 Stunden wieder. Bei geringerer Strahlenintensität entstehen nur Rötungen, eventuell kleine Quaddeln. Daher ist es nicht immer einfach, die Lichturtikaria von anderen durch Licht ausgelösten Hautreaktionen zu unterscheiden.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  8. Möglicherweise leiden Sie unter einer Druckurtikaria.

    "Druck" hier nicht im Sinne von Reiben oder Kratzen zu verstehen ist (wie bei der Urticaria Factitia), sondern als gleichmäßiger Druck, wie er zum Beispiel an der Schulter beim Tragen eines Rucksackes entsteht oder an den Füßen beim Stehen auf einer Leiter.

    Bei der Druckurtikaria entstehen meist einige Stunden nach Druckeinwirkung Schwellungen, die oft tief liegen und in Gelenkbereichen auch schmerzhaft sein können. Die Schwellungen gehen mit einer Rötung einher und sind oft erst nach 1 bis 2 Tagen wieder ganz verschwunden. Die typischerweise flüchtigen Quaddeln, wie sie bei anderen Formen der Urtikaria auftreten, findet man hier nicht.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  9. Sie haben vermutlich eine Wärmeurtikaria.

    Bei der Wärmeurtikaria, einer sehr seltenen Form der physikalischen Urtikaria, treten Quaddeln und Juckreiz an Hautstellen auf, die Wärme ausgesetzt sind (z.B. warmes Wasser oder warme Luft). Die Wärmeurtikaria kann, wenn sie im Sommer auftritt, manchmal mit der Lichturtikaria verwechselt werden. Bei einer Lichturtikaria sind in aller Regel nur solche Hautstellen betroffen, die dem Licht ausgesetzt sind, während bei der Wärmeurtikaria eher an bekleideter Haut (Wärmeentwicklung) Quaddeln auftreten. Im Zweifel sollten Wärme- und Lichttestungen die Diagnose sichern.

    In der Regel treten die Quaddeln und Rötungen nur dort auf, wo die Haut mit einer Wärmequelle in Kontakt gekommen ist und die Symptome bleiben meist nur kurz bestehen. Die kritische Temperatur ist individuell verschieden und liegt zwischen 38 und 50 °C.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  10. Sie leiden vermutlich an einer cholinergischen Urtikaria – Schwitz-Urtikaria.

    Bei der Cholinergischen Urtikaria entstehen Quaddeln und Juckreiz ausschließlich durch eine Erhöhung der Körpertemperatur, z.B. durch ein heißes Vollbad, durch körperliche Anstrengung, den Genuss von scharf gewürzten Speisen oder bei Aufregung.

    Die Cholinergische Urtikaria ist keine seltene Erkrankung und eine der häufigeren Urtikariaformen. Im Gegensatz zur Chronischen Urtikaria, bei der die Hautveränderungen häufig scheinbar spontan, das heißt ohne einen äußeren Reiz auftreten, entstehen bei der Cholinergischen Urtikaria Beschwerden immer in Folge eines Auslösers. Mit anderen Worten: Patienten können das Auftreten von Beschwerden gezielt herbeiführen.

    Bei der Cholinergischen Urtikaria treten häufig kleine, stecknadelkopfgroße Quaddeln auf, die typischerweise von einer größeren Rötung der Haut umgeben sind. Die Hautveränderungen treten in den meisten Fällen innerhalb von 2 bis 20 Minuten nach Erhöhung der Körpertemperatur und mit dem Einsetzen des Schwitzens auf, in der Regel beginnend am Hals und am Oberkörper. Oft bemerken die Patienten vorher Juckreiz oder ein Kribbeln oder Brennen der Haut. Nach Abkühlung verschwinden die Quaddeln spurlos innerhalb von Minuten bis Stunden. Glücklicherweise kommt es nur selten zu ernsteren Symptomen, wie Angioödemen (= tiefen Schwellungen der Haut), Atembeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufkollaps.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  11. Es liegt vermutlich eine Kontakturtikaria vor.

    Wenn Sie immer dort Quaddeln und Juckreiz bekommen, wo Ihre Haut mit bestimmten Substanzen in Berührung gekommen ist, liegt vermutlich eine Kontakturtikaria vor.

    Zahlreiche natürliche und künstliche Stoffe können eine Allergie verursachen, die sich dann als Kontakturtikaria äußert. Von großer Bedeutung sind hier Allergien gegen Nahrungsmittel. Wenn eine Nahrungsmittelallergie als Kontakturtikaria auftritt, kommt es beim Umgang mit Nahrungsmitteln zur Quaddelbildung an den Kontaktstellen, oft sind die Hände bei der Zubereitung betroffen oder - viel schlimmer - die Schleimhäute beim Essen. Die Nahrungsmittelallergie als Kontakturtikaria kann wegen der möglichen Schwellungen im Rachenbereich recht gefährlich werden. Häufig richten sich solche Nahrungsmittelallergien gegen Möhren, Sellerie oder andere Gemüse, Äpfel, Erd- und Haselnüsse oder Steinobst. Bei Verdacht auf eine Kontakturtikaria durch Nahrungsmittel muss eine ausführliche Allergietestung erfolgen.

    Auch der Kontakt mit tierischen Haaren kann zu einer allergischen Quaddelbildung führen. Meist sind Hunde- und Katzenhaare verantwortlich.

    Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Dermatologen. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.

  12. Wenn Ihre Quaddeln durch keinen der vorgenannten Auslöser zu provozieren sind, muss noch einmal hinterfragt werden, ob es sich bei den Hauterscheinungen wirklich um Quaddeln handelt.

    Am besten lassen Sie Ihre Beschwerden bei einem Dermatologen abklären. Hier finden Sie einen Urtikaria-Spezialisten in Ihrer Umgebung.