Unsere Patientenbroschüre stellt Ihnen eine Auswahl an Wissenswertem für Ihr Leben mit PsA zusammen.


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Die PSORIapp unterstützt Sie dabei, einen schnellen Überblick Ihrer Symptome bei Psoriasis oder Psoriasis Arthritis zu erhalten. Juckreiz, Schuppenbildung oder Rötungen können so besser überwacht werden.


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Was ist Psoriasis-Arthritis?


Die Schuppenflechtenarthritis (Arthritis psoriatica oder Psoriasis-Arthritis, kurz PsA) ist eine chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung. Sie äußert sich an den psoriatischen Hautveränderungen, die meist mit Entzündungen in den Hand- und Fußgelenken einhergehen. Seltener können auch die Gelenke der Wirbelsäule betroffen sein. Im Allgemeinen erkranken Patienten an PsA, die bereits an einer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden. Es ist aber auch möglich, dass Menschen eine PsA bekommen, deren Haut keine, für die Schuppenflechte typischen, Veränderungen zeigt.

Fakten zur PsA

Die Statistik sagt, dass sich bei knapp einem Drittel der an einer Schuppenflechte Erkrankten im Laufe der Zeit auch eine Psoriasis-Arthritis einstellt.

Zeichnung von entzündeten HändenPsoriasis-Arthritis ist eine chronische Krankheit und in der Regel nicht heilbar. Sie verläuft von Person zu Person unterschiedlich und meist schubweise. Längere beschwerdefreie Phasen wechseln sich ab mit schmerzhaften Schüben. Erfahrene Rheumatologen sind heute in der Lage, die PsA mittels allgemein gültiger Kriterien zuverlässig zu diagnostizieren.

Dr. Gabriela Eichbauer-Sturm, Fachärztin für Rheumatologie, Innere Medizin und Nephrologie, erklärt, wie sich die PsA äußert und welche Behandlungsoptionen für Patienten zur Verfügung stehen.

 

Wer ist betroffen?

An PsA kann jeder Mensch erkranken. In Österreich leiden circa 0,2-0,25% Prozent der Bevölkerung (in etwa 17 000 Menschen) daran. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Meist beginnt die Krankheit im Alter zwischen 30 und 50. Lange Zeit glaubte man, die Schuppenflechte sei eine reine Hauterkrankung. Heute weiß man, dass sowohl die Hautschädigungen (Läsionen) als auch die Gelenkentzündungen durch die gleiche Fehlsteuerung des Immunsystems entstehen.

Wodurch eine PsA ausgelöst wird und was das Immunsystem außer Kontrolle geraten lässt, ist noch nicht geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass PsA-Patienten eine genetische Veranlagung aufweisen. Infektionen, hormonelle Umstellungen oder psychische Belastungen (sogenannte Schlüsselreize/ Trigger) lassen dann die Krankheit ausbrechen

Einteilung der Psoriasis-Arthritis 2

Die Psoriasis-Arthritis wird in die Kategorien leicht, moderat und schwer eingeteilt.

Beurteilt werden kann die Krankheitsaktivität durch den Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal anhand der Anzahl der betroffenen Gelenken, radiografischen Veränderungen und Funktionseinschränkungen. Auch Patienten selbst bewerten die Krankheitsaktivität mittels Fragebogen.

Schweregrad leicht Schweregrad moderat Schweregrad schwer
Zahl betroffener Gelenke weniger als 5 5 und mehr 5 und mehr
Radiologische Veränderungen keine Veränderungen ausgeprägte Veränderungen
Funktionseinschränkungen keine moderat schwer
Einfluss auf die Lebensqualität gering moderat schwer
Bewertung durch den Patienten leicht mittelschwer schwer

 

Referenzen

  1. Martindale J et al. Rheumatology (Oxford). 2006;45(10):1288-93.
  2. Ritchlin CT, et.al: Treatment recommendations for Psoriasis-Arthritis. ARD, 2009 Sept; 68 (9)
Quelle: Psoriasis-Arthritis (PsA) - Eine Informationsbroschüre für Patienten, Novartis Pharma Gmbh, April 2016.