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Psoriasis behandeln

Psoriasis ist ursächlich nach wie vor nicht heilbar. Allerdings kann mit geeigneten Therapien meist eine langfristige Erscheinungsfreiheit erreicht werden.1 Experten wie Univ.-Prof. Dr. Diamant Thaçi, Leiter des Exzellenzzentrums Entzündungsmedizin in Lübeck, Deutschland, empfehlen Personen mit Schuppenflechte, jedenfalls ärztlichen Rat zu suchen.


Je nach Schweregrad und Ausprägung der Psoriasis stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung, um die Symptome der Krankheit zu verbessern oder sogar komplett zurückzudrängen. Dazu zählen die äußerliche („topische“) Therapie, die Lichttherapie sowie die systemische Therapie.1 Bei einer systemischen Therapie werden entweder klassische Medikamente oder Biologika eingesetzt. Auch eine Kombination verschiedener Therapieansätze kann zum Einsatz kommen.1,2

Schuppenflechte – Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Äußerliche Therapie2

Äußerliche TherapieDie äußerliche Therapie wird auch topische Therapie genannt. Das bedeutet, dass die Wirksubstanzen nur örtlich aufgetragen werden. Bei der Psoriasis werden im Rahmen einer topischen Therapie die betroffenen Hautstellen mit Salben, Cremes, Shampoos, Lotionen oder ähnlichem behandelt. Als Wirkstoffe sind folgende Substanzen in Verwendung (beispielhafte Aufzählung): Kortikosteroide, Vitamin-D-Derivate, Dithranol und Calcineurininhibitoren. Bei zunehmender Ausdehnung oder nicht ausreichendem Ansprechen wird die äußerliche Therapie mit einer anderen Behandlungsmöglichkeit kombiniert.

Lichttherapie

Die Lichttherapie, auch Phototherapie genannt, ist eine therapeutische Alternative, insbesondere wenn die äußerliche Therapie nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Es werden ganz unterschiedliche Methoden und Schemen zur Lichttherapie genutzt. Am häufigsten eingesetzt werden die Schmalband-UVB-Lichttherapie sowie die PUVA-Lichttherapie, ein Verfahren mit dem lichtempfindlich machenden Wirkstoff Psoralen in Kombination mit einer UVA-Bestrahlung.2

Systemische Therapie

Bei ausgeprägteren Symptomen, speziellen Formen wie schwerer Nagelpsoriasis sowie bei unzureichendem Ansprechen auf äußerliche oder Lichttherapien werden „innerliche Behandlungsansätze“ gewählt, also Tabletten, Kapseln oder Injektionen.1,2 Diese Therapieform wird auch als „systemische Therapie“ bezeichnet.

Klassische Wirksubstanzen2,3

Zu den klassischen Wirksubstanzen zur Behandlung der Psoriasis zählen Methotrexat, Retinoide, Ciclosporin, Fumarate und Apremilast (beispielhafte Aufzählung). All diese Präparate unterscheiden sich in Bezug auf Wirksamkeit, aber auch hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Die Entscheidung, welches Präparat für den einzelnen Patienten geeignet ist, muss daher immer vom behandelnden Arzt getroffen werden.

Biologika

Mit Einführung der Biologika wurden die Behandlungsmöglichkeiten bei Psoriasis deutlich erweitert. Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente; es handelt sich um Eiweißstoffe (Proteine), die den natürlichen Antikörpern unserer Körperabwehr gleichen.2,4,5 Ein Biologikum kann daher sehr zielgerichtet in die Entstehungsprozesse einer Krankheit eingreifen. Das Medikament macht entzündungsfördernde Substanzen im Körper unschädlich oder blockiert ihre Ausschüttung durch das Immunsystem.5

Folgende Biologika sind derzeit in Österreich für die Behandlung der Psoriasis zugelassen: Infliximab, Etanercept, Adalimumab, Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab, Guselkumab, Certolizumab Pegol und Tildrakizumab, sowie die Biosimilars zu den Wirkstoffen Infliximab und Etanercept.3

Biologika werden unter die Haut oder in die Vene gespritzt, wobei das Anwendungsschema von Medikament zu Medikament unterschiedlich ist.2,3

Auch für diese Medikamente gilt: Der Arzt muss entscheiden, welches Präparat für den einzelnen Patienten geeignet ist.

Schuppenflechte – Was kann ich sonst noch tun?

Unterstützend zu einer medikamentösen Behandlung kann eine Psychotherapie helfen, mit der Erkrankung und der verbundenen Belastung umzugehen und Selbstsicherheit zu gewinnen.6 Ebenso können Änderungen im Lebensstil zu einer Verbesserung des Hautbilds beitragen: So hat etwa eine Gewichtsreduktion gleichzeitig einen positiven Einfluss auf typische Begleiterkrankungen wie Arthritis, Bluthochdruck und Diabetes.1,7 Stress, Rauchen und übermäßiger Stress, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können Schübe fördern und sollten daher vermieden werden.1

Nähere Informationen sowie eine kostenfreie sozialrechtliche und psychologische Beratung erhalten Sie auch beim Service „Patient.Partner Infoline“.

Referenzen

  1. www.gesundheit.gv.at – Psoriasis – Therapie:
    https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/psoriasis/therapie
    (letzter Zugriff 08.10.2018)
  2. www.gesundheit.gv.at – Psoriasis – Basistherapie:
    https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/psoriasis/basistherapie
    (letzter Zugriff 08.10.2018)
  3. www.ema.europa.eu/en/medicines:
    https://www.ema.europa.eu/en/medicines
    (letzter Zugriff 08.10.2018)
  4. Smith CH et al., Br J Dermatol 2009; 161(5): 987–1019
  5. U. Mrowietz, G. Schmid-Ott: Schuppenflechte: Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten. S. Karger 2012
  6. www.gesundheit.gv.at – Psoriasis – psychologische Unterstützung:
    https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/psoriasis/psychologische-unterstuetzung
    (letzter Zugriff 08.10.2018)
  7. www.gesundheit.gv.at – Psoriasis – Symptome:
    https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/psoriasis/symptome
    (letzter Zugriff 08.10.2018)