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Schuppenflechte – Was sind die typischen Symptome?

Typisch für Psoriasis sind rote, verdickte Hautstellen, die von silbrig-weiß glänzenden Schuppen bedeckt sind („Plaques“). Sie gehen oft mit einem Juckreiz einher. Bei Befall der Handflächen und Fußsohlen können die Hautveränderungen auch schmerzen. Obwohl das Erscheinungsbild bei jedem Patienten hinsichtlich Größe, Form und Sitz der Schuppen unterschiedlich ist, sind einige Hautstellen häufiger betroffen als andere. Dazu zählen Ellbogen, Knie, Gesäßfalte und behaarte Kopfhaut. Oft verläuft eine Psoriasis schubförmig.

Symptome der Psoriasis
Symptome der Psoriasis

Schuppenflechte – Welche Formen gibt es?

Je nach Ausprägung und Erscheinungsort wird die Psoriasis in mehrere Formen unterteilt:1

  • Plaque Psoriasis (Psoriasis vulgaris): Sie ist der häufigste Typ der Psoriasis. Die geröteten, verdickten und mit silbrigen Schuppen bedeckten Hautstellen („Plaques“) können auf der gesamten Körperoberfläche auftreten.
  • Psoriasis guttata: Diese oft stark juckende Form der Psoriasis tritt häufig nach Infektionen auf und ist durch zahlreiche kleine Knötchen und Plaques gekennzeichnet („guttata“ bedeutet tropfenförmig).
  • Psoriasis pustulosa: Bei dieser selteneren Sonderform bilden sich eitrig gefüllte Blasen auf geröteten Hautstellen. Es können nur einzelne Stellen (etwa Handflächen und Fußsohlen) oder aber auch die gesamte Körperoberfläche betroffen sein.
  • Psoriasis inversa: Treten Hautveränderungen an weniger typischen Körperstellen auf (z.B. Leiste, Achselhöhle, Gesäßfalte, Genitalbereich), liegt eine Psoriasis inversa vor („inversa” bedeutet umgekehrt, d.h. an untypischer Stelle).

Besondere Verlaufsformen:1

  • Nagelpsoriasis: Nagelveränderungen können bei jeder Form der Psoriasis vorkommen. Typisch sind dabei kleine Dellen („Tüpfelnägel“), Verfärbungen („Ölflecken“) und das Abheben der Nagelplatte.
  • Psoriasis-Arthritis: Bei manchen Patienten mit Psoriasis kommt es zu einer Entzündung der Gelenke („Arthritis“), vor allem der Finger- und Zehengelenke. Meist treten die Gelenkbeschwerden erst Jahre nach den ersten Hautveränderungen auf. Selten können die Gelenke entzündet sein, ohne dass der Patient zuvor Hautveränderungen bemerkt hat.

Schuppenflechte – Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Der Hautarzt ist der wichtigste Ansprechpartner zur Diagnose einer Psoriasis. Beim Erstbesuch wird er in einem Gespräch nach relevanten Vorerkrankungen, Risikofaktoren und einer möglichen familiären Belastung fragen. Weiters wird der Arzt wissen wollen, wie lange die Hautbeschwerden schon bestehen, ob sich das Beschwerdebild verändert hat und ob die Herde jucken oder schmerzen.

Bei der körperlichen Untersuchung zur Abklärung der Psoriasis kratzt der Arzt mit einer Spatel die Plaques ab. Die abfallenden Schuppen sehen aus wie Kerzenwachs (sogenanntes Kerzenphänomen). Wird weiter gekratzt, lässt sich ein glänzendes Häutchen, das „letzte Häutchen", entfernen und es treten punktförmige Blutungen auf („blutiger Tau“). Diese Merkmale sind typisch für Psoriasis; im Zweifelsfall, etwa bei untypischem Erscheinungsbild, bestätigt eine Gewebeprobe („Hautbiopsie“) die Diagnose.2

Bei besonderen Verlaufsformen der Erkrankung, wie beispielsweise einer zusätzlichen entzündlichen Mitbeteiligung der Gelenke (Psoriasis-Arthritis), arbeitet der Hautarzt in der Regel mit einem Rheumatologen zusammen.

Spezialisierte Hautärzte zur Behandlung von Psoriasis finden Sie auch in unserem Dermfinder.

Schuppenflechte – Wie wird der Schweregrad beurteilt?

Der Schweregrad der Psoriasis wird anhand des Anteils der befallenen Hautoberfläche, des Grades der Entzündung, der Verdickung von Gewebe und der Stärke der Schuppenbildung beurteilt. Diese Beurteilung ist nicht nur wichtig, um die Ausprägung der Erkrankung zu dokumentieren, sondern auch, um den Erfolg einer Behandlung besser beurteilen zu können.3,4

Für eine standardisierte Messung des Schweregrads wird häufig der PASI-Score herangezogen. Die Abkürzung PASI steht für „Psoriasis Area and Severity Index“. Dabei werden Aspekte wie Rötung, Dicke und Abschuppung der Psoriasis-Plaques und der Prozentanteil der betroffenen Stellen am Körper genauer betrachtet und mit einer Zahl zwischen 0 und 72 bewertet, wobei 72 dem maximalen PASI-Score entspricht. Tatsächlich liegt eine mittelschwere bis schwere Erkrankung vor, wenn der PASI größer 10 ist.3,4

Ein weiterer Aspekt bei der Beurteilung des Schweregrads ist die Sichtbarkeit der betroffenen Körperstellen: Sichtbare Stellen werden stärker gewichtet als weniger sichtbare. Außerdem wird die Intensität der Belastung auf das körperliche und seelische Wohlbefinden miteinbezogen.3

Der PASI-Score wird aber auch zur Verlaufskontrolle bei einer Therapie verwendet. So bedeutet „PASI 100“, dass sich der PASI-Score um 100 Prozent verbessert hat, was einer völligen Erscheinungsfreiheit gleichkommt.4,5

Haben Sie Ihre PASI-Werte schon bestimmen lassen? Kennen Sie Ihre PASI-Werte? Haben Sie Fragen zu den PASI-Werten? Lassen Sie sich PASI von Ihrem Arzt genau erklären, denn dieser Score wird Sie begleiten!

Einen ersten Überblick zu PASI (und zu DLQI) finden Sie hier:

Schuppenflechte – Ist nur die Haut betroffen?

Psoriasis ist nicht nur eine Erkrankung der Haut, sondern wird auch als systemische Erkrankung gesehen: Bis zu 40 Prozent der Betroffenen entwickeln neben den typischen Hautsymptomen zusätzlich eine Arthritis (Entzündung der Gelenke), die wiederum zu Gelenkschmerzen führt, die sogenannte Psoriasis-Arthritis.6

Zudem erkranken Patienten mit Psoriasis häufiger an Stoffwechselerkrankungen wie Typ-II-Diabetes; weiters besteht ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Übergewicht und Depression treten bei Psoriasis-Patienten ebenso häufiger auf als bei Gesunden.7

Komorbiditäten der Psoriasis

Referenzen

  1. Psoriasis Forschungs- und Behandlungs-Centrum Charité - Universitätsmedizin Berlin; Was ist Psoriasis – Formen der Psoriasis; http://www.psoriasis-charite.de/Was_ist_Psoriasis/krankheitsbild/formen-der-psoriasis.html (letzter Zugriff 30.11.2017)
  2. Braun-Falco O et al., 2006; Dermatologie und Venerologie. Berlin: Springer.
  3. Elsner P, Norgauer J. 2009; Psoriasis: Diagnostisches und therapeutisches Management. Stuttgart: Thieme.
  4. Nast A et al., J Dtsch Dermatol Ges 2011; 9 Suppl 2:S1-104
  5. Guideline on clinical investigation of medicinal products indicated for the treatment of psoriasis;
    http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/ Scientific_guideline/2009/09/WC500003329.pdf (letzter Zugriff 30.11.2017)
  6. Mease P et al. Drugs. 2014:74:423-441.
  7. National Psoriasis Foundation; www.psoriasis.org/about-psoriasis/related-conditions (letzter Zugriff 30.11.2017)