Drei Psoriasis-Fragen, die Sie Ihrem Hautarzt ohne Zögern stellen sollten


Manchmal kann ein Termin beim Hautarzt stressig sein. Dr. Beleznay möchte Sie mit folgendem Artikel bei Ihrem nächsten Arztbesuch unterstützen und beschreibt daher drei wichtige Fragen, die Sie mit Ihrem Hautarzt klären sollten.


Dr. Katie Beleznay ist klinische Dozentin der dermatologischen Abteilung an der Universität von British Columbia. Sie hat ein besonderes Interesse an den Fachbereichen Akne, Rosacea, Psoriasis und Urtikaria und konzentriert ihre Forschung darauf.


Das Gespräch mit dem Hautarzt ist nicht immer einfach. Manche Themen gehen einem nicht so leicht über die Lippen, wie bei einem Gespräch mit dem besten Freund – obwohl wir uns das wünschen würden! Andererseits ist es auch kein Gespräch mit einem Fremden – außer der Arzt ist Ihnen vollkommen fremd, weil dies Ihr erster Termin ist (ich schweife ab...).

Psoriasis kann so viel mehr beeinflussen, als nur unsere Haut. Vom Sex bis hin zu Stress und alles andere dazwischen - Psoriasis findet einen Weg in fast jeden Aspekt Ihres Lebens.1 Und Ihrem Hautarzt Ihre tiefsten, dunkelsten Gefühle mitzuteilen, könnte ein wenig merkwürdig sein. Insbesondere die „Wie fühlen Sie sich dabei?“- Frage könnte eine sein, deren Beantwortung Sie lieber vermeiden.

Natürlich ist dies nichts, wofür Sie sich schämen sollten. Es kommt häufig vor, dass Menschen nicht gerne über ihre Gefühle und emotionalen Symptome sprechen. Daher möchten viele Personen, die ich treffe, sicherstellen, dass sie die richtigen Fragen stellen, wenn sie dann endlich den Mut aufbringen, zu fragen.

Wenn Sie vielleicht noch daran arbeiten, könnte diese Liste mit drei wichtigen – aber herausfordernden – Fragen helfen. Sie betreffen die emotionale Seite der Psoriasis und können Ihnen helfen, die Antworten zu erhalten, die Sie benötigen, um den besten Weg nach vorne zu finden.

1. Hat meine Psoriasis irgendetwas mit meinem Gemütszustand zu tun?

Kurzantwort: Vielleicht. Ein Gespräch mit einem Arzt kann Ihnen helfen, die Antwort zu finden. Bei Erkrankungen wie Psoriasis besteht häufig eine Verbindung zwischen Haut und psychischer Gesundheit. In einigen Fällen kann es schwierig sein, zu erkennen, ob die Hauterkrankung eine psychische Erkrankung verschlechtert oder ob die Situation umgekehrt ist.1 Darum ist es wichtig, diese Frage zu stellen. Als Hautärzte versuchen wir vielleicht, diese beiden Aspekte auseinanderzuhalten, da sie unterschiedlich angegangen werden müssen. Die körperlichen Symptome der Haut werden am besten von einem Hautarzt behandelt, wohingegen psychische Probleme häufig von einer psychosozialen Fachkraft beurteilt werden. Obwohl beide getrennte Behandlungen erfordern, können sie zunächst gemeinsam diskutiert werden, wenn Sie mit Ihrem Hautarzt über Ihre Hauterkrankung sprechen.

2. Warum/wie sollte ich meinen Gemütszustand überwachen, wenn ich einen Schub habe?

Es ist ein grundlegender Teil des Therapieprozesses, Ihren Gemütszustand und alles andere zu verfolgen, das Stress verursacht, um potenzielle Auslöser für Ihre Schübe zu identifizieren.1 Dies führt uns zu dem sehr wichtigen DLQI-Test, den Sie in Betracht ziehen sollten, wenn Sie das nicht bereits getan haben. Der DLQI beurteilt, wie Psoriasis sich auf Ihre Lebensqualität auswirkt.1,2 Der DLQI kann gemeinsam mit Ihrem Hautarzt durchgeführt werden.

Einigen Patienten empfehle ich das Führen eines Tagebuchs. Es kann für das Festhalten Ihres Gemütszustandes sehr nützlich sein. Wenn das Führen eines Tagebuchs nichts für Sie ist, können Sie auch jeden Morgen und Abend einen kurzen Eintrag in Ihrem Mobiltelefon machen, um festzuhalten, wie Sie sich fühlen. Es gibt auch die Psori-App, die für das Aufschreiben Ihrer Symptome und Gemütszustände sehr hilfreich ist.

3. Worauf sollte ich achten/Wonach sollte ich Ausschau halten, wenn ich meinen Gemütszustand beobachte?

Wenn Sie Ihren Gemütszustand konsequent festhalten – sei es nun auf Papier, in der App oder auf anderem Wege – gibt es ein paar Dinge, die Sie im Auge behalten sollten. Verfolgen Sie zunächst einmal nicht nur Ihren Gemütszustand, sondern auch Ihre Symptome. Der Plan ist es, die Verbindung zwischen den Gemütszuständen und Symptomen herauszufinden und nach einem Muster zu suchen.

Wenn Sie keine Muster erkennen können, ist hier ein Tipp: Für sowohl Ihre körperlichen Symptome als auch die Gemütszustände sollten Sie sich Ihrer „Ausgangswerte“ bewusst sein. Ausgangswerte zeigen, wie Sie sich normalerweise fühlen und wie Ihre Hauterkrankung typischerweise aussieht. Auf Grundlage dessen machen Sie sich eine Notiz, wenn Sie glücklich/unglücklich, zufrieden/aufgewühlt, ruhig/unruhig sind. Fügen Sie dem auch Ihre körperlichen Symptome bei (wenn Sie welche haben).

Ich glaube fest daran, dass diejenigen, die zu mir in die Praxis kommen, sich in Bezug auf ihren Umgang mit ihrer Psoriasis besser fühlen würden, wenn sie mir diese Fragen stellen würden. Das Leben mit einer Hauterkrankung birgt häufig Herausforderungen und manchmal kann das Gespräch mit einem Hautarzt für Menschen unangenehm sein. Aber es besteht kein Grund zur Sorge; Hautärzte, wie auch alle anderen Ärzte, sind da, um Ihnen zu helfen. Sprechen Sie also bitte mit uns!


Referenzen

  1. WHO Global Report on Psoriasis.
    http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/204417/1/9789241565189_eng.pdf, letzter Zugriff 21.03.2018
  2. Dermatology Life Quality Index (DLQI)--a simple practical measure for routine clinical use.
    Finlay AY, Khan GK. Clin Exp Dermatol. 1994 May;19(3):210-6.

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