Shining Bright with Psoriasis


Nach einem bedauerlichen Vorfall in einem öffentlichen Schwimmbad schreibt Melissa, wie sie weiterhin wie eine Sonne strahlen möchte.

Melissa wohnt in NYC und war früher professionelle Tänzerin. Sie entwickelte schon im Alter von wenigen Monaten Psoriasis. Was mit einem kleinen Fleck auf ihrer Wange begann, bedeckte zum Zeitpunkt der Diagnose im Alter von drei Jahren 90 % ihres Körpers. Obwohl Psoriasis tiefgreifende Auswirkungen auf ihr Leben hatte, sieht Melissa ihre Psoriasis nur als einen kleinen Teil ihrer Person. Melissa berichtet uns sehr ehrlich über die emotionalen Auswirkungen der Psoriasis und wie sie die ihr gestellten Herausforderungen überwand.


Sommerzeit. Einige vertreten vielleicht die Ansicht, dass dies die schönste Zeit des Jahres ist, aber meine Gefühle zum Thema Sommer sind überaus zwiespältig.

Auf der einen Seite liebe ich das warme Wetter. Mein Lieblingsplatz ist der Strand und mäßiges Sonnen kann meine Psoriasis Symptome sogar reduzieren.1 Andererseits bedeutet Sommer kurze Ärmel und damit, meine Haut zu zeigen. Deshalb war ich schon immer hin- und hergerissen zwischen meiner Liebe zum Sommer und meiner Unsicherheit bezüglich meines Aussehens.

Es ist leider nicht nur eine oberflächliche Angst. Wenn Sie mit Psoriasis leben, verstehen Sie, was es heißen kann, seine Haut zu zeigen. Ich kenne die starrenden Blicke, die abwertenden Bemerkungen und, was für mich am verletzendsten ist, die Angst auf den Gesichtern, wenn andere Menschen meine Erkrankung bemerken.

Es gibt einen Fall, der sich mir besonders eingeprägt hat. Als ich klein war, hatte ich manchmal Plaques, die den Großteil der Haut auf meinen Armen und Beinen bedeckten. Obwohl das sicherlich nicht immer ein einfacher Anblick war, da meine Plaques trocken und rot waren, ging ich damit so gut um, wie ich konnte. Eines Sommernachmittags ging ich mit Freunden in ein öffentliches Schwimmbad. Ich fühlte mich mutig und verdeckte meine Psoriasis nicht, sondern freute mich auf eine gute Zeit. Es war der Beginn der Sommersaison, daher freute ich mich auch darauf, dass die Sonne möglicherweise meine Psoriasis-Plaques etwas besser werden lassen würde.1

Kurz nachdem ich mein Handtuch hingelegt hatte, kam der Bademeister auf mich zu. Ich wurde gebeten, zu gehen. Er erklärte mir, dass mehrere Personen Bedenken bezüglich meiner Haut geäußert hätten und dass sie mir nicht zu nah kommen wollten. Er sagte, dass es für mich nicht angemessen wäre, im Schwimmbad im Wasser mit anderen Menschen zu schwimmen.

Ich war am Boden zerstört, entmutigt und fühlte mich zutiefst unverstanden. Ich verstand seine Ängste und sein Verantwortungsgefühl, doch ich war in einem einzigen Moment auf meine Psoriasis reduziert worden. Ich erklärte die Krankheit und obwohl er Psoriasis vage kannte, war er dennoch nicht überzeugt, dass die Krankheit unbedenklich war. Ich zog meine Sandalen an, nahm mein Handtuch und verließ todtraurig das Schwimmbad.

Glücklicherweise standen meine Freunde hinter mir und wir fanden ohne Probleme eine andere Aktivität für diesen Tag. Aber ich konnte nicht verhindern, dass mir die Tatsache, dass meine Psoriasis das erste war, was alle sahen, nicht aus dem Kopf ging. In diesem Moment war sie das Merkmal, das mich vor allen anderen definierte. Aber ich wusste, dass ich so viel mehr bin als nur meine Haut.

Wenn ich nun heute über diese Erfahrung nachdenke, sehe ich, wie solche schwierigen Umstände mir geholfen haben, persönliche Fortschritte zu machen. Der Gedanke an diesen Tag entmutigt mich nicht, sondern erinnert mich stattdessen daran, allen Menschen mitfühlend und verständnisvoll zu begegnen. Meine schmerzhaften Kindheitserinnerungen sind Erfahrungen, die mir Selbstbewusstsein geben, weil ich weiß, dass ich die Hürden im Leben mit meiner Krankheit überwinden kann.

Über die Jahre bin ich ähnlichen Widrigkeiten begegnet. Es gab Zeiten, in denen meine Psoriasis und das damit verbundene Stigma mich zu so etwas wie einer Ausgestoßenen gemacht haben und selbst bei den einfachsten täglichen Begegnungen eine enorme Hürde darstellten. Ich kann nicht sagen, dass es immer einfacher wird, aber ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen. Ich weiß, dass meine Psoriasis nicht das ist, was mich ausmacht und definiert.

Jetzt bin ich mehr denn je motiviert, die Öffentlichkeit über die Krankheit aufzuklären. Egal wie meine Haut aussieht, der Sommer wird immer meine liebste Jahreszeit sein. Mein neues Motto? Strahle wie die Sommersonne.


Referenzen

  1. The Psoriasis and Psoriatic Alliance. Psoriasis and the Sun:
    http://www.papaa.org/further-information/psoriasis-and-sun, letzter Zugriff am 26.04.2018

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